2022 war nen wildes Jahr, lief etwas unrund. Und als ich dann im September
nochmal Urlaub hatte, mußte ich kurzentschlossen nochmal "raus".
Also bei meinem Lieblingshotel am Levicosee angerufen und ein paar Tage
bestellt.
Fix zwei Bikes - eins mit und eins ohne Motor - eingepackt, Proviant für die
Fahrt und schon ging es los.
Über Ora ging es zunächst den Mendel Paß hoch und ein Abstecher zum
Panoramahotel Penegal.
Hier mal von Ora Richtung Mendel ...
Und umgekehrt vom Penegal Richtung Ora und Richtung Bozen.
Den Aussichtsturm zur Erinnerung des Besuchs von Franz Joseph I. von Österreich
am 12.Juli.1891 habe ich nicht bestiegen.
Normalerweise bin ich nicht so, aber die Treppenstufen waren wohl noch die
originalen von 1891. Die Nummer war mir dann doch zu heiß. Wollte nicht
gleich am 1. Urlaubstag vormittags schon scheitern.
Also gab es nur ein Foto "vom Turm" und nicht vom Turm ins Tal.
Weiter ging es dann am Lago San Giustina vorbei ...
... Richtung Lago Molveno. Eine PP bietet auch immer ein schönes Motiv für nen Foto. Darf ich vorstellen, meine neue Reise-Rakete:
Am Lago Molveno vorbei ging es dann über die Ponte dei servi.
Zürück ging es dann am Toblino See vorbei über Trento nach Levico.
Vor einigen Jahren war ich mal in einer Bar mit herrlicher Aussicht und bestem Cappuccino. Da sollte es heute nochmal hingehen. Auch die gefüllten Croissants waren sehr lecker dort. Bar Trattoria San Rocco bei Schio war also das ausgemachte Ziel
Der ursprüngliche Plan über die Kaiserjägerstraße fiel wegen einer Baustelle aus. Also über Carbonare und den Passo Vezzena erstmal Richtung Asiago.
Von dort dann rüber Richtung Schio an der Bar "La Barricata 2024" nochmal vor dem Abstieg ins Tal angehalten und die Aussicht genossen. Muß ich unbedingt mal rein, habe aber leider immer die Öffnungszeiten verpaßt.
Na egal, es sollte ja bald ein Cappuccino mit was Süßem und herrlicher Aussicht
in der Bar San Rocco geben. Wie war das doch gleich? Vorfreude ist die schönste Freude?
Aber es kam anders. Heute ist Dienstag und Dienstag ist - richtig - Ruhetag.
Nix Cappuccino, nix Croissant, und nix zu trinken dabei.
Na denn, der lange Weg zurück ohne die übliche Nachmittags-Kaffee-und-Kuchen-Pause.
Bin dann im Ort weiter gefahren in der Hoffnung Schilder von bekannten Orten zu
sehen. Mmmh, irgenwann bin ich nach dem Motto "hauptsache bergab" gefahren und
war dann auch froh, wieder in Schio angekommen zu sein. :-)
Dann ging es über das Val Pasubio nach Rovereto, Calliano, den Folgaria und
wieder zurück nach Levico.
Es stand eine Wetteränderung an, auf dem Weg nach Rovereto hat man gesehen,
wie die Wolken von Süden schon ins Val Pasubio rein drücken.
Also los, noch scheint die Sonne.
Heute stand ein Alternativ-Programm auf der Liste. Ich hatte ja auch ein Bikes ohne Motor mitgenommen. Also stand eine Runde um den Levicosee mit dem Rad an. So sieht man den See auch mal aus einem Blickwinkel, den man eben mit dem Moped nicht sehen kann.

Im Grunde auch kein Problem zu fahren, nur das Südufer des See's ist sehr
anspruchsvoll. Der Weg war wohl Teil einer MTB-Wettbewerbsstrecke. Wer da
unsicher ist, sollte lieber nur die Nord- und Ostseite (mit Badestrand etc.)
befahren.
Dort sind die Radwege perfekt ausgeführt.
Ich habe von einem Freund gehört, daß es in Rovereto ein Kaffee-Museum geben soll.
Das sollte heute das Ziel sein. Es wird da ja auch sicher genug Möglcihkeiten
für Cappuccino, Eis und andere Nachmittags-Leckereien geben.
Also ging es wieder über den Folgaria runter ins Etschtal und nach Rovereto.
Mit dem Moped hat man ja fast immer freie Auswahl an Parkplätzen direkt im Zentrum.
Also stand jetzt die Suche nach dem Kaffee-Museum an. ... Leider war ich damit
nicht erfolgreich. Keine Schilder, keine Werbung, nix.
Egal, nach dem üblichen süßem Gedeck mit Cappuccino und eiem Vanille Croissant ging
es dann wieder möglichst schnell aus der Stadt raus.
Und da bin ich auch schon bei der Überraschung schlecht hin.
Vom Marktplatz weg eine S-Kurve, 4 Kehren innerorts und ich war "draußen". Was folgte
war jetzt bestes Geläuf in faszinierender Kulisse. Die SP2 von Rovereto nach Folgaria
ist immer einen Besuch wert.
Hier sieht man zurück Richtung Rovereto und das Etschtal.
Nach dem Fotostopp und angemeßener Pause ging es dann wieder zurück ins Hotel.
Anschließend noch in Levico noch für die Heimreise eingekauft.
Irgendwie fühlte ich mich beim Einparken etwas beobachtet....
Abends hat sich Levico dann mit Regen von mir verabschiedet. Man könnte natürlich auch sagen, Levico war traurig, daß ich schon wieder heim fahre.
Wenn der Regen schön warm ist, läßt sich das Wetter am letzten Abend bei leckerem Essen enspannt genießen.
Es waren wieder schöne Tage in den Bergen!
\\ Carsten